Positionen

Die Gründung des wohnbund als „Verband zur Förderung wohnpolitischer Initiativen“ 1983 zielte darauf ab, die Ansätze zu alternativen Wohnformen und Selbsthilfekonzepten zu verstetigen, die in den wohnungs- und stadtpolitischen Auseinandersetzungen der vorangegangenen Jahre durch Mieter:innen, Hausbesetzer:innen und andere Aktive entwickelt worden waren. Der wohnbund bemühte sich, diese Akteur:innen bundesweit zu vernetzen und ihnen eine kontinuierlichere Stimme zu verleihen. Die wohnbund-Gründer:innen befürworteten insbesondere eine Revitalisierung des genossenschaftlichen Wohnens, teilweise in bewusstem Rückgriff auf die wohnreformerischen Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts (siehe auch den Überblick über die Geschichte des Vereins).

In der aktuellen Satzung werden diese Ziele umschrieben als
– Unterstützung von Konzepten und Modellen zur Erhaltung und Schaffung preiswerten Wohnraums für Personen oder Personengruppen mit geringem Einkommen und sozialer Benachteiligung;
– die Verbreitung modellhafter Ansätze der Selbsthilfe, insbesondere auf dem Gebiet der Integration von Wohnen und Arbeiten, des generationenübergreifenden Wohnens und der Inklusion von Bevölkerungsgruppen mit besonderem Unterstützungsbedarf;
– die Verbreitung von Konzepten zur umweltgerechten Stadtplanung, zum ökologischen Bauen und Verbesserung der Wohnsituation, insbesondere hinsichtlich der Qualität der Wohnungen und deren Umfeld im Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner;
– die Verbreitung und Förderung von Modellen der Selbstorganisation / Selbstverwaltung von Wohnungen und Wohnumfeld.

Mit dieser Stoßrichtung hat der wohnbund im Laufe seines Bestehens immer wieder öffentlich Position bezogen. Zu diesen Stellungnahmen gehören:

– Das „Hamburger Manifest: Wohnpolitik für eine multikulturelle Gesellschaft“ (1989)
– Positionspapier zu „Neuen Herausforderungen an die Wohnungspolitik“ (2002)
– Stellungnahme zur Novellierung des Genossenschaftsgesetzes der AG Junge Genossenschaften (2006)
– „GemeinGut Stadt – Gemeinsame Positionen zur Boden- und Wohnungspolitik“ (zusammen mit dem Netzwerk Immovielien, dem Forum Gemeinschaftliches Wohnen und Mitunterzeichnenden; 2025)