Archiv des Autors: Wohnbund_2019

Zusammenhalt braucht Räume

Christine Hannemann, Karin Hauser Hrsg.

ISBN 978-3-86859-640-3 / EUR 24,80

Die Rückkehr der Wohnungsfrage, die sich von den Problemen der Wohnkosten, der Zuwanderung und der Segregation herleitet, ist in der breiten Öffentlichkeit auf große Resonanz gestoßen. Das Wie des Wohnens hat erneut Aufmerksamkeit erlangt. Kleinbürgerliches Wohnen in einer abgeschlossenen Wohneinheit, wie es sich in den 1920er Jahren etabliert hat, dominiert zwar bis heute, ist aber längst überholt. Dieses Wohnkonzept – Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer sowie Küche, Bad und Flur – steht einem Wohnen entgegen, das gesellschaftliche Integration, Teilhabe und Zusammenhalt fördert. Eine besondere Chance in dieser Hinsicht eröffnen Projekte, die interkulturelles, moderiertes und gemeinschaftliches Zusammenwohnen von verschiedenen sozialen Gruppen und Personen unterschiedlicher geografischer Herkunft ermöglichen: integrative Wohnprojekte. Die Autor*innen dieses Bandes haben einige davon ausfindig gemacht und in Fallstudien untersucht. „Zusammenhalt braucht Räume“ fokussiert das Zusammenwohnen von Ortsansässigen und Neuzugewanderten.

Mitglieder des wohnbund e.V. haben das Forschungsprojekt begleitet und die Veröffentlichung der Ergebnisse unterstützt.

„Erbbaurechte – ein Beitrag zur Bereitstellung von Wohnbauland für den bezahlbaren Wohnungsbau?“ Dokumentation des Fachdialogs

Das Erbbaurecht wird derzeit intensiv diskutiert. Die Diskussionen sind von den Zielsetzungen kommunaler Vermögenserhalt, wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Steuerungsmöglichkeit und Begrenzung privater Bodenspekulation geprägt. Da es bislang an verlässlichen Angaben zur gegenwärtigen Anwendungspraxis und einer vertieften Betrachtung der Potenziale und Hemmnisse des Instruments für Erbbaurechtsgeber und Erbbaurechtsnehmer fehlte, hat der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. (DV) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) 2018 / 2019 einen Fachdialog „Erbbaurechte – ein Beitrag zur Bereitstellung von Wohnbauland für den bezahlbaren Wohnungsbau?“ durchgeführt. Dokumentation

Vereins- und Genossenschaftsrecht in Corona Zeiten

Die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie beeinträchtigen die Handlungsmöglichkeiten von Vereinen und Genossenschaften. Der Bundestag hat deshalb am 25.3.2020 gesetzliche Erleichterungen beschlossen, mit denen auch dann Beschlüsse gefasst werden können, wenn in der Satzung keine Möglichkeiten für Videokonferenzen oder andere “virtuelle Sitzungen” vorgesehen sind. Damit können Mitgliederversammlungen, Entlastungen und Wahlen auch in Zeiten der Corona-Krise durchgeführt werden. Die Neuregelungen sind bis zum 31.12.2021 befristet. mehr

Abgesagt: Bundesweiter Ratschlag Genossenschaftlicher

Leider müssen wir nunmehr auch den neu vorgesehenen Termin für unseren
Ratschlag genossenschaftlicher Wohnungsbau am 8. und 9. Oktober 2020 in München ABSAGEN.
Das Bundesministerium des Inneren, für Bauen und Heimat zusammen hat mit dem BBSR mittlerweile für den 29. September ein “Forum Genossenschaften” angesetzt, das erhebliche thematische Überschneidungen mit unserem Programm aufweist.
Wir halten die Durchführung unseres Ratschlags weiterhin für sinnvoll, weil wir praxisorientierte Empfehlungen erarbeiten wollen, wie das Zusammenwirken von Kommunen, ( jungen)  Genossenschaften und finanzierenden Instituten verbessert werden kann.
Daher peilen wir nunmehr das Frühjahr 2021 an und werden Sie rechtzeitig informieren.

Gemeinschaftliches Wohnen im Cluster

Die aktuelle Broschüre der STATTBAU Berlin und des wohnbund e.V. hat die Ergebnisse eines Forschungsprojekts der FH Potsdam und der HTW Berlin zu diesem Praxisleitfaden verarbeitet und mit Berliner Beispielen unterlegt. Neben einer grundsätzlichen Einordnung des Wohnkonzepts ist ein wesentlicher Teil der Broschüre der organisatorischen, planerischen und fördertechnischen Umsetzung solcher Projekte gewidmet.
Die Broschüre kann zum Preis von € 10.- bestellt werden unter info@wohnbund.de

Absage: Treffen der AG am Samstag, 28. März 2020

Absage: Treffen der AG Samstag am 28. März 2020
Ort: AW 2000 eG | Julie-von-Kästner-Str. 30 – 38| 34131 Kassel – Marbachshöhe

Ab 9:50 Besichtigung documenta urbana, Treffpunkt Infopoint im Bahnhof

Tagesordnung
1. Besichtigung documenta urbana
2. Gemeinwohlorientierung/ neue Gemeinnützigkeit
3. Forderungen an die Politik
4. Verschiedenes (Konzeptvergabe, AG-Domain etc.
4. Themen und Termine für den weiteren Austausch

Ansprechpartnerinnen: Brigitte Karhoff, Rosemarie Oltmann

wohnbund Fachtagung “Dauerhaft sicher Wohnen” 15.11.2019 Leipzig

Die diesjährige wohnbund Fachtagung (inhaltlich maßgeblich geplant von der AG Wohnungspolitik) widmete sich der Frage, mit welchen Strategien gemeinwohlorientierte Akteure sowohl im Bestand als auch beim Neubau “Boden gutmachen” können. Entsprechende Ansätze in der kommunalen Boden- und Förderpolitik wurden diskutiert ebenso wie Instrumente wie Vorkaufsrechte. In workshops tauschten sich die TeilnehmerInnen aus über genossenschaftliche Konzepte zur Übernahme von wohnungsbeständen und gelingende Modelle für den Neubau. Tagungsbericht

wohnbund-Informationen 1/2019 “Jenseits der Zentren…”

“Jenseits der Zentren: Aussteiger, Neulandgewinnerinnen in Peripherie und Suburbia” (lieferbar, € 10.-)

In unserem aktuellen Heft werden 12 “Aussteigerprojekte”, Naulandgewinnungsvorhaben und Projekte im Metroplenumland prorträtiert. Sie bieten Antworten auf die Frage, wie wir leben wollen in Zeiten einer neoliberalen Raumentwicklung des demografischen Wandels und einer massiv beschleunigten Gesellschaft. 

Der wohnbund als “Netzwerk der Köpfe”

Von Prof. Dr.-Ing. Klaus Selle
k.selle.netzwerk@googlemail.com

Ein banaler Satz ist das, aber man vergisst ihn zu oft: »Wer nicht weiß woher er kommt, kann auch nicht sagen, wo es weiter geht« …

Er hat allgemein Gültigkeit, ist aber für den wohnbund gleich im doppelten Sinne von Bedeutung – hat der wohn­bund doch schon eine fast 35-jährige Geschichte, auf die es zurück zu blicken lohnt, wenn man nach Orientierungen für zukünftiges Handeln fragt. Vor allem aber entstand er selbst durch Rückbesinnung. Denn die Entwicklung der Genossenschaften und wohnungspolitischen Alternativen im Übergang  vom 19. zum 20. Jahrhundert war ohne die »Propagandavereine« und unterstützenden »befreundeten Organisationen« nicht zu verstehen. Sie trugen wesentlich dazu bei, dass die gemeinnützige Wohnungswirtschaft als wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Innovationsfaktor entstehen konnte. Darauf hat seinerzeit Klaus Novy – einer der wesentlichen Initiatoren der wohnbund-Gründung – mit seinen vielfältigen Arbeit zur Geschichte der Gemein­wirtschaft und insbesondere zur Genossenschaftsbewe­gung im Wohnbereich immer wieder hingewiesen. Er hat damit auch Mut gemacht, als Anfang der 80er-Jahre die Idee zur wohnbund-Gründung entstand und immer wieder – zögernd – gefragt wurde: Was kann so ein kleiner Verein schon ausrichten?

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